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Anhang

Wörtliche Übersetzung des Artikels "Chaos statt Musik"

(Schdanow, Andrej: Über Kunst und Wissenschaft, Berlin (DDR), 1951, nach Fechtner, S. 60 ff, hier betitelt : "Wirrwarr statt Musik):

"Im Zusammenhang mit dem Wachstum der Kultur in unserem Lande hat das Bedürfnis nach guter Musik zugenommen. Niemals und nirgendwo haben die Komponisten so ein dankbares Publikum gehabt. Die Volksmassen erwarten schöne Lieder, aber zugleich auch gute Instrumentalwerke und Opern.

Manche Theater servieren dem sowjetischen Publikum, das höhere kulturelle Ansprüche stellt, D. Schostakowitschs Oper Lady Macbeth von Mzensk als etwas Neues, als eine große Errungenschaft. Eine diensteifrige Musikkritik hebt diese Oper in den Himmel und überschüttet sie lärmend mit Ruhm. Statt einer sachlichen und ernsthaften Kritik, die ihm in seiner weiteren Arbeit von Nutzen sein könnte, bekommt der junge Komponist nur enthusiastische Komplimente zu hören.

Von der ersten Minute an verblüfft den Hörer in dieser Oper die betont disharmonische, chaotische Flut von Tönen. Bruchstücke von Melodien, Keime einer musikalischen Phrase versinken, reißen sich los und tauchen erneut unter im Gepolter, Geprassel und Gekreisch. Dieser "Musik" zu folgen, ist schwer, sie sich einzuprägen unmöglich.

Das gilt für fast die ganze Oper. Auf der Bühne wird der Gesang durch Geschrei ersetzt. Gerät der Komponist gelegentlich in die Bahn einer einfachen und verständlichen Melodie, so stürzt er sich sofort wieder, als wäre er erschrocken über ein solches Unglück, in das Labyrinth des musikalischen Chaos, das stellenweise zur Kakophonie wird. Die Ausdruckskraft, die der Hörer erwartet, wird durch einen wahnwitzigen Rhythmus ersetzt. Durch musikalischen Lärm soll Leidenschaft zum Ausdruck kommen.

Der Grund für all das liegt nicht in der mangelnden Begabung des Komponisten, nicht in seinem Unvermögen, einfache und starke Gefühle in der Musik auszudrücken. Diese absichtlich "verdrehte" Musik ist so beschaffen, daß in ihr nichts mehr an die klassische Opernmusik erinnert und sie mit symphonischen Klängen, mit der einfachen, allgemeinverständlichen Sprache der Musik nichts mehr gemein hat. Das ist eine Musik, die nach dem gleichen Prinzip der Negierung der Oper aufgebaut ist, nach dem die "linke" Kunst überhaupt im Theater die Einfachheit, den Realismus, die Verständlichkeit der Gestalt, den natürlichen Klang des Wortes negiert.

Diese Musik kommt einer Übertragung der noch um ein Vielfaches gesteigerten negativen Züge des Meyerholdschen Theaters auf die Oper gleich. Das ist die "linke" Zügellosigkeit an Stelle einer natürlichen, menschlichen Musik. Die Fähigkeit guter Musik, die Massen mitzureißen, wird hier kleinbürgerlichen, formalistischen Anstrengungen und der Verkrampfung geopfert, damit man mit den Methoden der Originalitätshascherei Originalität vortäuschen kann. Dies ist ein Spiel mit ernsthaften Dingen, das übel ausgehen kann.

Die Gefahr einer solchen Richtung in der Sowjetmusik liegt klar auf der Hand. Die "linke" Entartung in der Oper hat den gleichen Ursprung wie die "linke" Entartung in der Malerei, der Dichtung, der Pädagogik und der Wissenschaft. Das kleinbürgerliche "Neuerertum" führt zur Loslösung von der wahren Kunst, der wahren Wissenschaft und der wahren Literatur.

Der Komponist der Lady Macbeth von Mzensk mußte die nervöse, verkrampfte, epileptische Musik des Jazz entlehnen, um seinen Helden Leidenschaft zu verleihen.

Während sich unsere Kritik - und damit auch die Musikkritik - vor dem Sozialistische Realismus verneigt, setzt uns die Bühne mit Schostakowitschs Werk gröbsten Naturalismus vor. Die Kaufleute und das Volk - alle werden stumpf und grausam dargestellt. Die Kaufmannsfrau, die durch Mord Reichtum und Macht gewinnt, wird als ein Opfer der bürgerlichen Gesellschaft vorgestellt. Leskows Geschichte bekommt eine Sinnlichkeit, die sie eigentlich nicht hat.

Und das alles ist grob, primitiv und vulgär. Die Musik ächzt und stöhnt, keucht und gerät außer Atem, um die Liebesszenen möglichst natürlich darzustellen. Und die "Liebe" wird in der ganzen Oper in der vulgärsten Weise breitgetreten. Das Doppelbett des Kaufmanns steht als Mittelpunkt auf der Bühne. Auf dem Bett werden alle "Probleme" gelöst. Im selben grob naturalistischen Stile wird auch der Tod durch vergiften gezeigt, ebenso die Prügelszene.

Der Komponist hat sich offensichtlich nicht die Aufgabe gestellt, dem Gehör zu schenken, was die sowjetischen Opernbesucher von der Musik erwarten und in ihr suchen. Als hätte er bewußt seine Musik chiffriert, alle Töne in ihr so durcheinandergebracht, daß sie nur für Ästheten und Formalisten, die ihren gesunden Geschmack verloren haben, genießbar bleibt. Er ignoriert die Forderung der sowjetischen Kultur, Grobheit und Primitivität aus allen Bereichen des sowjetischen Lebens zu verbannen. Diese Lobpreisung kaufmännischer Wollüstigkeit bezeichnen einige Kritiker als Satire. Hier kann in keiner Weise von Satire die Rede sein. Mit allen Mitteln sowohl der musikalischen als auch der dramatischen Ausdrucksfähigkeit ist der Autor bestrebt, die Sympathien des Publikums für die groben und vulgären Bestrebungen und Taten der Kaufmannsfrau Katerina Ismailowa zu gewinnen

Lady Macbeth erfreut sich eines großen Erfolges bei der ausländischen Bourgeoisie. Vielleicht wird die Oper gelobt, weil sie so absolut unpolitisch und verwirrend ist. Läßt sich das nicht damit erklären, daß diese zappelige, kreischende, neurotische Musik den perversen Geschmack der Bourgeoisie kitzelt? Unsere Theater wandten nicht wenig Arbeit auf, um die Oper von Schostakowitsch in Szene zu setzen. Die Darsteller zeigten bedeutendes Talent in der Überwindung des Lärms, des Schreiens und des Kreischens des Orchesters.

Durch dramatisches Spiel versuchten sie, die melodische Dürftigkeit der Oper auszugleichen. Leider traten dadurch ihre grob - naturalistischen Eigenschaften nur noch klarer hervor. Das talentierte Spiel verdient Anerkennung, die verausgabten Kräfte - Bedauern."


Abbildungsverzeichnis


Zum ABSCHNITT II: Analytischer Teil

Typische Motive im Schaffen Schostakowitschs

Zur Sonate Nr. 1 Op. 12


Thema 1

Themenkopf 1

Motiv a

Gewaltmotiv

Motiv b

Motiv c, rhythmisch 45

Motiv d

Motiv e

Motiv f

Thema 2

Motiv g

Variante des Motivs g (wie ab Takt 113 verwendet)

Das Thema 3

Übersichtstabelle zur Klaviersonate Nr. 1


Zur Sonate Nr. 2, Op 61, 1. Satz


Thema 1

Beispiel für Bitonalität Takt 45f.

Motiv a

Motiv b

Thema 2


2. Satz


Motiv a

Motiv b

Motiv c


3. Satz


Motiv a

Motiv b

Motiv c

Variationsthema des 3. Satzes

Beginn der 3. Variation

Beginn der 5. Variation

Ausschnitt 6. Variation (ab Takt 178)

Überleitung zur 7. Variation (ab Takt 233)

Beginn der 8. Variation

Beginn der 9. Variation


Werkeverzeichnis


Die Angaben werden nach folgender Systematik aufgeführt:

Kategorie als Überschrift, Opuszahl, Titel, Textautor(en), Regisseur, Jahr der Entstehung. Die Systematik folgt dabei, obwohl hinsichtlich Aufführungsdaten u.ä. verkürzt, Meyer, S.587ff


OPERN


ohne Opus: Die Zigeuner, Alexander Puschkin , 1919/20

Opus 15: Die Nase, Jewgeni Samjatin, Georgi Ionin, Alexandr Preis und Dmitri Schostakowitsch, nach Nikolai Gogol, 1927

Opus 29: Lady Macbeth von Mzensk, Alexandr Preis, Dmitri Schostakowitsch, 1930-1932

ohne Opus: Der große Blitz (unvollendet), Nikolai Assejew, 1933

Opus 36: Das Märchen vom Popen und seinem Knecht Balda, Opernfragment, Dmitri Schostakowitsch nach Alexandr Puschkin, 1934

Opus 63: Die Spieler, unvollendet, nach Nikolai Gogol, 1941

Opus 114: Katerina Ismailowa, (2.Fassung der Oper Lady Macbeth von Mzensk) 1956-1963


BALETTE


Opus 22: Das goldene Zeitalter, Alexandr Iwanowski, 1929/30

Opus 27: Der Bolzen, Wladimir Smirnow, 1930/31

Opus 39: Der helle Bach, Fjodor Lopuchow, Adrian Piotrowski, 1934/35


OPERETTE


Opus 105: Moskau-Tscherjomuschki. Wladimir Mass, Michail Tscherwinski, 1957/58


ORCHESTERWERKE


Opus 1: Scherzo fis-Moll, 1991/20

Opus 3: Thema mit Variationen B-Dur, 1921/22

Opus 7: Scherzo Es-Dur, 1923/24

Opus 10: Sinfonie f-Moll Nr.1, 1923-1925

Opus 14: siehe Werke für Chor und Orchester

ohne Opus: Fragmente für Orchester, 1. Allegro, 2. Intermezzo,1927

Opus 23: Ouvertüre und Finale zur Oper "Armer Kolumbus" von Erwin Dressel, 1929

Opus 20: siehe Werke für Chor und Orchester

Opus 42: Fünf Fragmente für Orchester, 1935

Opus 43: Sinfonie c-Moll Nr. 4, 1935/36

Opus 47: Sinfonie d-moll Nr. 5, 1937

Opus 54: Sinfonie h-Moll Nr. 6, 1939

Opus 60: Sinfonie C-Dur Nr. 7, 1941

ohne Opus: Marsch für Blasorchester, 1941

Opus 65: Sinfonie c-Moll Nr. 8, 1943

Opus 70: Sinfonie Es-Dur Nr. 9, 1945

Opus 96: Festliche Ouvertüre A-Dur, 1947

Opus 93: Sinfonie e-Moll Nr. 10, 1953

Opus 103: Sinfonie g-Moll Nr. 11, 1956/57

ohne Opus: Das Glockenspiel von Noworossisk, 1960


Opus 112: Sinfonie d-Moll Nr.12, 1960/61

Opus 113: siehe Werke für Chor und Orchester

Opus 115: Ouvertüre über russische und kirgisische Themen C-Dur; 1963

Opus 130: Trauer- und Triumphpräludium zum Gedenken an die Helden der Schlacht von Stalingrad, 1967

Opus 131: Sinfonisches Poem „Oktober" c-Moll, 1967

Opus 135: siehe Werke für Singstimme und Orchester

Opus 139: Marsch der sowjetischen Miliz für Blasorchester, 1970

ohne Opus: Interwidwnije, 1971

Opus 141:Sinfonie A-Dur Nr.15, 1971


KONZERTE


Opus 35: Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester c-Moll, 1933

Opus 77: Konzert für Violine und Orchester a-Moll Nr. 1, 1947

Opus 102: Konzert für Klavier und Orchester F-Dur Nr.2, 1957

Opus 107: Konzert für Violoncello und Orchester Es-Dur Nr.1, 1959

Opus 126: Konzert für Violoncello und Orchester G-Dur Nr.2, 1966

Opus 129: Konzert für Violine und Orchester cis-Moll Nr.2, 1967


SUITEN


Opus 15a: Suite aus der Oper Die Nase, 1927/28

Opus 22a: Suite aus dem Ballett Das Goldene Zeitalter, 1929-1932

Opus 27a: Suite aus dem Ballett Der Bolzen, 1931

Opus 30a: Suite aus der Filmmusik Goldene Berge, 1935

Opus 32 a: Suite aus der Musik zum Schauspiel Hamlet, 1932

Opus 38: Suite für Jazzorchester Nr.1, 1935

ohne Opus: Suite für Jazzorchester Nr.2, 1938

Opus39a: Suite aus dem Ballett Der helle Bach, 1945

Opus 75a: Suite aus der Filmmusik Die junge Garde, 1964

Opus 76a: Suite aus der Filmmusik Pirogow , 1964

Opus 78a: Suite aus der Filmmusik Mitschurin, 1964

Opus 80a: Suite aus der Filmmusik Begegnung an der Elbe

Opus 82a: Suite aus der Filmmusik Der Fall von Berlin, 1949

ohne Opus: Ballettsuiten Nr.1-4, 1949-1953

Opus 89a: Fragmente der Filmmusik Das unvergessliche Jahr,1919, 1955

Opus 97a: Fragmente der Filmmusik Die Pferdebremse, 1955

Opus 99a: Fragmente der Filmmusik Die erste Staffel, 1956

Opus 85a: Suite aus der Filmmusik Belinski, 1960

Opus 50a: Fragmente aus der Filmmusik Trilogie über Maxim, 1961

Opus 111a: Suite aus der Filmmusik Drei Tage - drei Nächte, 1961

Opus 116a: Suite aus der Filmmusik Hamlet, 1964

Opus 120a: Fragmente aus der Filmmusik Ein Jahr wie ein Leben, 1965


KAMMERMUSIK


Opus 8: Trio für Klavier, Violine und Violoncello C-Dur Nr.1, 1923

Opus 9: Drei Stücke für Violoncello und Klavier, 1923/24

Opus 11: Zwei Stücke für Streichoktett, 1924/25

(Opus 36): Zwei Stücke für Streichquartett, 1931

Opus 40: Sonate für Violoncello und Klavier d-Moll, 1934

ohne Opus: Moderato für Violoncello und Klavier, 1934?

Opus 49: Streichquartett C-Dur Nr. 1, 1938

Opus 57: Quintett für Klavier und Streichquartett g-Moll, 1940

(Opus 59): Drei Stücke für Violine solo, 1940

Opus 67: Trio für Klavier, Violine und Violoncello e-Moll Nr. 2, 1944

Opus 68: Streichquartett A-Dur Nr. 2, 1944

Opus 73: Streichquartett F-Dur Nr. 3, 1946

Opus 83: Streichquartett D-Dur Nr. 4, 1949

Opus 92: Streichquartett B-Dur Nr. 5, 1952

Opus 101: Streichquartett G-Dur Nr. 6, 1956

Opus 108: Streichquartett fis-Moll Nr. 7, 1960

Opus 110: Streichquartett c-Moll Nr. 8, 1960

Opus 117: Streichquartett Es-Dur Nr. 9, 1964

Opus 118: Streichquartett As-Dur Nr. 10, 1964

Opus 122: Streichquartett f-Moll Nr. 11, 1966

Opus 133: Streichquartett Des-Dur Nr.12, 1968

Opus 134: Sonate für Violine und Klavier G-Dur, 1968

Opus 138: Streichquartett b-Moll Nr. 13, 1970

Opus 142: Streichquartett Fis-Dur Nr. 14, 1973

Opus 144: Streichquartett es-Moll Nr. 15, 1974

Opus 147: Sonate für Viola und Klavier C-Dur, 1975


Klavierwerke


ohne Opus: Menuett, Präludium und Intermezzo, um 1920

Opus 2: Acht Präludien für Klavier, 1919-.1921

Opus 5: Drei phantastische Tänze, 1923

Opus 12: Klaviersonate Nr. 1; 1926

Opus 13: Aphorismen, 1927

Opus 34: 24 Präludien, 1934

ohne Opus: Polka aus dem Ballett Das goldene Zeitalter, 1935

ohne Opus: Fugen, 1934 Manuskript

Opus 61: Klaviersonate Nr.2, 1943

Opus 69: Notenbuch eines Kindes, 1945

Opus 87: 24 Präludien und Fugen, 1952

ohne Opus: Puppentänze; 1951

ohne Opus: Drei Variationen für den Zyklus Variationen über ein Thema von Glinka, 1957

ohne Opus: Mursilka, veröffentlicht 1983


Werke für zwei Klaviere


Opus 6: Suite fis-Moll, 1925

(Opus 81:) Heiterer Marsch D-Dur, 1949

Opus 94: Concertino a-Moll, 1953

ohne Opus: Tarantella; um 1954

ohne Opus: Präludium Des-Dur, 1954


Werke für Chor und Orchester


Opus 4: Zwei Fabeln nach Krylow, 1921/22

Opus 14: Sinfonie Nr.2 H-Dur "An den Oktober", Text: Alexandr Besymenski, 1927

Opus 20: Sinfonie Es-Dur Nr.3 "Der 1. Mai", SemjonKirsanow, 1929

Opus 74: Poem von der Heimat; Leonid Radin, Pjotr Parfenow, Boris Kornilow, Wassili Lebedew-Kumatsch, 1947

Opus 81: Das Lied von den Wäldern, Jewgeni Dolmatowski, 1949

Opus 90: Über unserer Heimat strahlt die Sonne, Jewgeni Dolmatowski, 1953

Opus 113: Sinfonie b-Moll Nr.13, Text: Jewgeni Jewtuschenko, 1962

Opus 119: Die Hinrichtung des Stepan Rasin, Jewgeni Jewtuschenko, 1964


Werke für Chor a cappella


Opus 88: Zehn Poeme nach Worten revolutionärer Dichter vom Ende des 19. Und Anfang des 20. Jahrhunderts, 1951

Opus 104: Zwei Bearbeitungen russischer Volkslieder, 1957

Opus 136: Die Treue. Acht Balladen nach Versen von Jewgeni Dolmatowski, 1970


Werke für Singstimme und Orchester


Opus 21: Sechs Romanzen nach Texten japanischer Dichter, 1928-1931

ohne Opus: Drei Romanzen nach Puschkin, 1940

Opus 62a: Sechs Romanzen nach Versen englischer Dichter, 1943

ohne Opus: Acht englische und amerikanische Volkslieder, verschiedene Texter,1944

Opus 79a: Aus der jüdischen Volkspoesie, verschiedene Texter, 1964

Opus 135: Sinfonie g-Moll Nr. 14, verschiedene Texter, 1969

Opus 140: Sechs Romanzen für Baß und Orchester, 1971

Opus 143a: Sechs Romanzen nach Worten von Marina Zwetajewa, 1974

Opus 145a: Suite nach Worten von Michelangelo, 1974


Werke für Singstimme und Klavier


Opus 4: Zwei Fabeln nach Krylow, 1922

Opus 21: Sechs Romanzen nach Texten japanischer Dichter, 1928-1931

ohne Opus: Madrigal für Singstimme und Klavier, 1933

Opus 46: Vier Romanzen nach Puschkin, 1936

ohne Opus: 27 Romanzen und Lieder von verschiedenen Komponisten, bearbeitet für Soldatenkonzerte, 1941

Opus 62: Sechs Romanzen nach Versen englischer Dichter, 1943

Opus 72: Zwei Lieder für Singstimme und Klavier, Michail Swetlow, 1945

Opus 79: Aus der jüdischen Volkspoesie, 1955

Opus 84: Zwei Romanzen nach Worten von Lermontow, 1950

Opus 86: Vier Lieder für Singstimme und Klavier, Jewgeni Dolmatowski, 1951

ohne Opus: Griechische Lieder, 1954

Opus 91: Vier Monologe nach Worten von Puschkin, 1952

Opus 98: Fünf Romanzen für Baß und Klavier, Jewgeni Dolmatowski, 1954

Opus 100: Spanische Lieder, 1956

Opus 109: Satiren, Sascha Tschorny, 1960

Opus 121: Fünf Romanzen nach Worten aus der Zeitschrift "Krokodil" Nr.24 vom 30.August 1965, 1965

Opus 123: Vorwort zu meinem GesamtOEuvre und einige kurze Gedanken hinsichtlich dieses Vorworts, Dimitri Schostakowitsch , 1966

Opus 128: "Frühling, Frühling" - Romanze auf Verse von Alexandr Puschkin; 1967

Opus 143: Sechs Romanzen nach Worten von Marina Zwetajewa, 1973

Opus 145: Suite nach Worten von Michelangelo, 1974

Opus 146: Vier Gedichte des Hauptmanns Lebjadkin, Fjodor Dostojewski, 1975

ohne Opus: Es gab Küsse, Jewgeni Dolmatowski, 1954?

ohne Opus: zahlreiche Massenlieder, komponiert in den vierziger und fünfziger Jahren


Verschiedene Vokalwerke


ohne Opus: Zehn russische Volkslieder, 1951

ohne Opus: Antiformalistisches Rajok, Dimitri Schostakowitsch,1948-1957

Opus 127: Sieben Romanzen nach Worten von A. Blok, 1967


Film - und Schauspielmusik


Opus 18: Musik zu dem Film "Das neue Babylon", Grigori Kosinzew und Leonid Trauberg, 1929

Opus 19: Musik zu dem Theaterstück "Die Wanze", Wladimir Majakowski, 1929

Opus 24: Musik zu dem Theaterstück "Der Schuß", Alexandr Besymenski, 1929

Opus 25: Musik zu dem Theaterstück "Neuland", A. Gorbenko und Nikolai Lwow, 1929

Opus 26: Musik zu dem Film "Allein", Grigori Kosinzew und Leonid Trauberg, 1930

Opus 28: Musik zu dem Theaterstück "Regiere, Britannia", Adrian Piotrowski, 1931

Opus 30: Musik zu dem Film °Goldene Berge", Sergei Jutkewitsch, 1931

Opus 31: Musik zu der Zirkusrevue "Der bedingte Ermordete", 1931

Opus 32: Musik zu der Tragödie "Hamlet", William Shakespeare, 1931/32

Opus 33: Musik zu dem Film "Der Gegenplan", Friedrich Ermler und Sergei Jurkewitsch, 1932

Opus 36: Musik zu dem Film "Das Märchen vom Popen und seinem Knecht Balda", nicht aufgeführt, vgl. Opern

Opus 37: Musik zu dem Schauspiel "Menschliche Komödie", Pawel Suchotin nach Honoré de Balzac, 1933/34

Opus 38: Musik zu dem Film "Liebe und Haß", Albert Gendelschtein, 1934

Opus 41: Musik zu dem Film "Maxims Jugend", Grigori Kosinzew und Leonid Trauberg, 1934/35

Opus 41a:Musik zu dem Film "Freundinnen", Leo Arnschtam, 1934/35

Opus 44: Musik zu dem Schauspiel "Sei gegrüßt, Spanien", Alexandr Afinogenow, 1936

Opus 45: Musik zu dem Film "Maxims Rückkehr", Grigori Kosinzew und Leonid Trauberg, 1936/37

Opus 48: Musik zu dem Film "Wolotschajewer Tage", Georgi und Sergei Wassiljow, 1936/37

Opus 50: Musik zu dem Film "Die Wyborg-Seite", Grigori Kosinzew und Leonid Trauberg

Opus 51: Musik zu dem Film "Freunde", Leo Arnschtam, 1938

Opus 52: Musik zu dem Film "Der große Staatsbürger I", Friedrich Ermler, 1937

Opus 53: Musik zu dem Film "Mann mit Gewehr", Sergei Jutkewitsch, 1938

Opus 55: Musik zu dem Film "Der große Staatsbürger II", Friedrich Ermler, 1939

Opus 56:Musik zu dem Film "Das dumme Mädchen", Michail Zechanowski, 1939

Opus 58a: Musik zu der Tragödie "König Lear" von William Shakespeare, 1940

Opus 59: Musik zu dem Film "Ein Billett V. Zone", Klimenti Minz, 1940

Opus 63: Heimatliches Leningrad, 1942

Opus 64: Musik zu dem Film "Soja", Leo Arnschtam, 1944

Opus 66: Musik zu dem Ensembleprogramm "Der russische Strom", 1944

Opus 71: Musik zu dem Film "Einfache Menschen", Grigori Kosinzew und Leonid Trauberg, 1945

Opus 75: Musik zu dem Film "Junge Garde", Sergei Gerassimow, 1947/48

Opus 76: Musik zu dem Film "Pirogow", Grigori Kosinzew, 1947

Opus 78: Musik zu dem Film "Mitschurin", Alexandr Dowschenko, 1948

Opus 80: Musik zu dem Film "Begegnung an der Elbe", Grigori Alexandrow, 1948

Opus 82: Musik zu dem Film "Der Fall von Berlin", Michail Tschiaureli, 1950

Opus 85: Musik zu dem Film "Belinski", Grigori Kosinzew, 1950

Opus 89: Musik zu dem Film "Das unvergessliche Jahr", Michail Tschiaureli, 1951

Opus 95: Musik zu dem Film "Einheit", Joris Ivens, 1954

Opus 97: Musik zu dem Film "Die Pferdebremse", Michail Kalatosow, 1956

Opus 99: Musik zu dem Film "Die erste Staffel", Michail Kalatosow, 1960

Opus 111: Musik zu dem Film "Fünf Tage - Fünf Nächte", Leo Arnschtam, 1960

Opus 116: Musik zu dem Film "Hamlet", Grigori Kosinzew, 1963/64

Opus 120: Musik zu dem Film "Ein Jahr wie ein Leben", Grigori Roschal, 1965

Opus 132: Musik zu dem Film "Sofia Perowskaja", Lew Arnschtam , 1967

Opus 137:Musik zu dem Film "König Lear", Grigori Kosinzew, 1970


Transkriptionen und Orchestrierungen


ohne Opus: Instrumentation der Romanze "Ich harrte lange dein" von Nikolai Rimski-Korsakow, 1921

Opus 16: Tahiti-Trott, Orchestertranskription des Foxtrotts "Tea for Two" von Vincent Youmans, 1928

Opus 17: Zwei Stücke von Domenico Scarlatti, Transkription für Blasorchester, 1928

ohne Opus: Instrumentation der Ouvertüre zur Schauspielmusik "Die grüne Zunft", Iwan Dserschinski, 1931

ohne Opus: Bearbeitung der "Psalmensymphonie" von Igor Strawinsky für Klavier zu vier Händen, Dreißiger Jahre

ohne Opus: Instrumentation der "Internationale", 1937

ohne Opus: Instrumentation der Operette "Wiener Blut" von Johann Strauß, 1938

Opus 58: Instrumentation der Oper "Boris Godunow" von Modest Mussorgski, 1939/40

ohne Opus: Instrumentation der Polka "Vergnügungszug" von Johann Strauß, 1940

ohne Opus: Transkription des Liedes "Oh, gut" von Issaak Dunajewski, 1941

ohne Opus: Bearbeitung der Polka von Mili Balakirew, 1941

ohne Opus: Beendigung der Instrumentation der Oper "Rotschilds Geige" von Wenjamin Fleischman, 1944

Opus 106: Bearbeitung und Instrumentation des Volksdramas "Chowanschtschina" von Modest Mussorgski, 1958

ohne Opus: Instrumentation des Liederzyklus „Lieder und Tänze des Todes" von Modest Mussorgski, 1962

Opus 124: Instrumentation der Chöre von Alexandr Dawidenko,1962

Opus 125: Neuinstrumentation des Konzerts für Violoncello und Orchester a-Moll von Robert Schumann, 1963

ohne Opus: Neuinstrumentation des Konzerts für Violoncello und Orchester Nr. 1 von Boris Tischtschenko, 1969

ohne Opus: Bearbeitung der Serenade von Gaetano Braga (Skizze zur Oper Der schwarze Mönch), 1972

ohne Opus: Instrumentation des Liedes "Es war einmal ein König" von Ludwig van Beethoven, 1975


Verwendete Abkürzungen


allg.- allgemein

APM - Assoziation proletarischer Musiker

ASM - Assoziation zeitgenössischer Musiker

Bd.- Band

bürgerl.- bürgerlich

eigtl.- eigentlich

ff - fortissimo

fff - forte fortissimo

Hrsg.- Herausgeber

KPdSU- Kommunistische Partei der Sowjetunion

NEP/NÖP- Neue ökonomische Politik

polit.- politisch

ppp - pianissimo

RAPM- Russische Assoziation proletarischer Musiker

Reg.- Regierung

RFSR- Russische Föderale Sowjetrepublik

SK- Sowjetischer Komponistenverband

sozialist.- sozialistisch

TL- Taschenlexikon

UdSSR- Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken

Wdh.- Wiederholung

www- worldwideweb

ZK- Zentralkomitee

zw.- zwischen


Literaturverzeichnis


Berger, Karlhanns: Die Funktionsbestimmung der Musik in der Sowjetideologie, Otto Harrassowitz, Wiesbaden, 1963

Biesold, Maria: Dmitrij Schostakowitsch - Klaviermusik der neuen Sachlichkeit, Edition Musica et Claves, Wittmund, 1988

Brecht, Bertolt: Ausgewählte Gedichte, Suhrkamp, Frankfurt/Main, 1964/71986

Digel, Werner, Kwiattkowski, Gerhard (Hrsg.):Meyers Großes Taschenlexikon in 24 Bänden, Lexikonredaktion des Bibliographischen Instituts, Mannheim, Wien Zürich, 1983

Feuchtner, Bernd: "... Und Kunst geknebelt von der groben Macht..."-Dimitri Schostakowitsch, Sendler, Frankfurt/Main, 1986

Gerlach, Hannelore (Hrsg): Arbeitsheft 37 - Sowjetische Musik Betrachtungen und Analysen; Akademie der Künste der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin, 1984

Göschel, Heinz (Hrsg.) : BI Lexikon A bis Z in einem Band, VEB Bibliographisches Institut Leipzig, Leipzig, 1983

Gojowy, Detlef: Schostakowitsch , Rowohlt TB , Reinbek bei Hamburg, 1983

Kopp, Karen: Form und Gehalt der Symphonien des Dmitrij Schostakowitsch , Verlag für systematische Musikwissenschaft, Bonn, 1990

Martynow, I.: Dmitrij Schostakowitsch, Verlag Bruno Henschel und Sohn, Berlin, 1947

Meyer, Krzysztof: Schostakowitsch - Sein Leben, sein Werk, seine Zeit, Gustav Lübbe Verlag, Bergisch Gladbach 1995

Michels, Ulrich (Hrsg.): dtv - Atlas zur Musik, Bd. 1&2, Bärenreiter - Verlag, München,1977/101986

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Schostakowitsch , Dmitri: Zeugenaussage - Die Memoiren des Dmitrij Schostakowitsch, Volchow, Solomon (Hrsg.), Albrecht Knaus Verlag, Hamburg, 1979

Seehaus, Lothar: Dmitrij Schostakowitsch - Leben und Werk; Florian Noetzel Verlag Heinrichshofen-Bücher", Wilhelmshaven, 1986

Siegmund-Schultze, Walther: Ziele und Aufgaben der sozialistischen Musikerziehung, VEB Breitkopf &Härtel Musikverlag, Leipzig, 1974

Wolter, Günter: Dmitri Schostakowitsch - Eine sowjetische Tragödie, Peter Lang, Frankfurt/M., Bern, New York, Paris, 1991


Internet - Quellen


Soweit aus den Homepages ersichtlich sind Verfasser, Titel, Erstpublikation (wenn anderswo als im Internet), Ort der Veröffentlichung, Erscheinungsdatum, Internetadresse sowie Datum in Klammern) meines letzten Besuchs angegeben.


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MacDonald, Ian:„Do Not Judge Me Harshly" in :Shostakovichiana, USA, 1988/95 http//:www.siue.edu/~aho/musov
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Redrick: Overview - Reality check, in: Redrick´s Musicological References http//:www.az.com/~redrick/Overview.html
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Verwendetes Notenmaterial


Schostakowitsch, Dmitri : Sonate Nr. 1 für Klavier, Op.12, Edition Sikorski, Hamburg1960

Schostakowitsch, Dmitri : Sonate Nr. 2 für Klavier, Op.61, Edition Sikorski, Hamburg1960


Auszüge aus Noten mit freundlicher Genehmigung des Hans - Sikorski - Verlages.


Verwendetes Tonmaterial


Shostakovich, Dmitri:Piano Music · Colin Stone (Piano), Olympia, London, ©1996 OCD 574

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